Von Berlin nach St.Petersburg

 
 

Jahrzehntelang fast unzulänglich, hat das Baltikum auch heute noch weiße Flecken auf der Landkarte. Abgesehen von den drei baltischen Hauptstädten (Vilnius, Riga und Tallinn) mit ihren attraktiven mittelalterlichen Zentren, sind viele Landschaften zwischen Kurischem Haff und Rigaer Bucht, den estnischen Ostseeinseln und den einsamen Weiten am Pelpussee noch fast unangetastet. Demgegenüber weist Ostpreussen beiderseits der Trennungslinie schon seit längerem einen wachsenden Tourismus auf, angefangen vom restaurierten Danzig vor den Toren Ostpreussens, über die Dünen der Nehrungen und Bernsteinküsten sowie die maurische Seenplatte bis hin nach Königsberg, der einstigen Metropole im ehemals 'fernöstlichen' Deutschland.

Überall zeigt sich die wechselvolle Geschichte der Region, in monumentalen Backsteinbauten der Deutsch-Ordensritter ebenso wie in Hansestädten und Herrenhäusern, in trostlosen Plattenbausstädten des (ir)realen Sozialismus wie auch in allerorts demonstrativen Zeichen der neu gewonnenen baltischen Eigenständigkeit.

Eine Reise per Wohnmobil ermöglichte im Jahr 1995 innerhalb einiger Wochen einen guten Überblick über den östlichen Rand des ‚Mare Baltikum', der in diesem Reisebericht einen Abschluss in Petersburg findet, der einst so glanzvollen Metropole des alten Russland.


 

Auf eigene Faust durch Ostpreussen und das Baltikum